Ausgerechnet auf www.n24.de fand ich dieses interssante Interview mit Wilhelm Hoegner, dem EDV-Chef der Stadt München. (Ja, N24, … nicht Heise)
Es geht - natürlich - um die anstehende Migration der PC-Arbeitsplätze der Münchner Stadtverwaltung nach Linux.
Laut Hoegner war “…Gates über unsere Entscheidung verärgert und konnte Sie überhaupt nicht verstehen.” HA!
Hoegners Ausführungen sind angenehm differenziert und realistisch. Man hat nicht das Gefühl, dass die Stadt München mit einer Wir-machen-jetzt-mal-was-ganz-tolles, -so-mit-Lunix-oder-wie-das-heisst-Attitüde an die Sache herangeht.
Interessanterweise führt Hoegner kaum Kostengründe für die Migration an, sondern die Unabhängigkeit der Stadt von einzelnen Unternehmen und die höhere Sicherheit der Systeme unter Linux. Als Distribution soll Debian zum Einsatz kommen, weil hier keine Bindung an einen Hersteller bestehe.
Von den Plänen der EU-Komission zu Softwarepatenten scheint Hoegner nichts zu halten und er sieht sowohl in Berlin, als auch in Brüssel Signale in die richtige Richtung.
Insgesamt schätzt er das Risiko, mit Open Source Software Patente zu verletzen nicht höher ein, als bei komerzieller Software.